Der Vorgängerbau aus der Mitte des 13. Jahrhunderts war dem hl. Udalricus (Ulrich) geweiht und besaß im Osten einen Chorturm. Dessen Westmauer ist beim jetzigen Bau in die Ostwand aufgegangen, außen erkennbar an der Schallarkade aus zwei gekoppelten Rundbogenfenstern über einem Gesimsstreifen unterhalb des Giebels (Photo). Im Inneren der Kirche ist noch sein spitzer Chorbogen zu sehen. Der 1966 angebaute Chorraum sitzt auf den Fundamenten dieses früheren Chorturms.


Vom alten Langhaus haben sich die unteren Teile der Umfassungsmauern erhalten. Erkennbar ist dies außen an der Höhe der Eckquaderungen; im Osten sind aus dieser Bauperiode noch schmale Spitzbogenfenster vorhanden.

Erst 1556 wird die evangelische Kirche erstmals  genannt

Die Erweiterung zum jetzigen Saalbau erfolgte 1779, bald danach (1783) konnte eine kleine Orgel aus der Werkstatt der hochgeschätzten Gebrüder Stumm angeschafft werden (Photo), die nach der gründlichen Restaurierung auch als Konzertinstrument begehrt ist. Die Inneneinrichtung bestand bis in die 1960er Jahre aus einer konfessionstypischen Kanzel-und-Altar-Einheit mit dreiseitig umlaufender Empore (Altphoto).

Der Westturm wurde 1907-08 nach Plänen von Regierungsbaumeister Adolf Zeller angefügt. In den Jahren 1962 - 1972 wurde der Kircheninnenraum umfassend modernisiert, wobei zwei Drittel der umlaufenden Empore und der Altar mit Kanzel entfernt wurden (aktuelles Photo). Der heutige Altar trägt ein Altarkreuz von Hermann Tomada, Darmstadt.
Die Grünanlage um die Kirche entstand aus dem ehemaligen Friedhof, der in den 1820er Jahren wie in allen Kommunen aus hygienischen Gründen vor das Dorf verlegt werden mußte. Sie stellt mit den wenigen verbliebenen Grabmälern des 18. und 19. Jahrhunderts eine schmucke Bereicherung des Dorfbildes dar (Photo).
Flomborn ist Sitz des evangelischen Pfarramtes für Flomborn und Ober-Flörsheim.